10-Jähriger läuft 305 km für das Raubkatzenasyl

Ansbach – Jakob Sand lief die vergangenen Wochen fleißig für das Raubtier- und Exotenasyl e.V. und sammelte dabei Spenden in Höhe von 800 €.

Zwischen den Jahren erreichte uns die Anfrage von Jakob Sand, einem 10-jährigen Jungen aus dem Ansbacher Landkreis: Er würde gerne seine sportliche Aktivität mit einem Spendenlauf für das Raubtier- und Exotenasyl e. V. verbinden. Wir waren sofort begeistert von dieser Idee.

Durch die vielen Beschränkungen rund um Corona kann Jakob leider keiner seiner Sportarten zusammen mit seinen Freunden im Verein nachgehen. Der junge Athlet ist in zahlreichen Vereinen aktiv u. a bei der Leichtathletik Tus Feuchtwangen, fährt Mountainbike bei den Aquathleten aus Herrieden, klettert beim DAV Bechhofen und spielt Fußball beim SV Arberg. Ganz alleine trainieren ohne Mannschaft, ohne Wettkampf, da fehlt einem natürlich auf Dauer die Motivation.

Deswegen läuft Jakob schon seit dem ersten Lock Down im März mit Hilfe von lauf-weiter.de. Hier kann man seine Zeiten eintragen und sich mit anderen Läufern vergleichen. Auf die Idee aus der Lockdown-Challenge von lauf-weiter.de einen Spendenlauf für das Raubkatzenasyl zu machen kam er, weil er letztes Jahr bei einem Spendenlauf für Wambote (Afrika) mitgelaufen war. Aber wieso nicht für etwas spenden, was ein bisschen näher an der Heimat ist? So hat sich Jakob seinen eigenen Spendenlauf organisiert.

Jakob lief schon seit 17.12.2020 für die Lockdown-Challenge und seit Anfang des Jahres nun auch mit der Motivation mit jedem Kilometer ein bisschen Geld für die Tiere im Wallersdorfer Raubkatzenasyl zu „erlaufen“. Dabei unterstützte ihn oft der Familienhund oder der große Bruder und selbstverständlich (gedanklich) immer die ganze Familie.

Bis Ende Januar kam Jakob so auf 305,46 km und wurde damit nicht nur erster bei der „Lockdown-Challenge“ in seiner Altersklasse, sondern konnte 800 € Spenden für den Verein sammeln. Das Geld wurde von seiner Familie, aber auch von Vereinsmitgliedern gespendet. Als Dankeschön bekam Jakob von uns einen exklusiven Hoddie mit Vereinslogo und einen unseren begehrten Kalender.

Wir als Verein sind einfach wahnsinnig dankbar und stolz einen so tollen jungen Fan zu haben. Er hat es selbst gerade nicht einfach ohne seine Vereine und denkt dabei trotzdem daran, dass es anderen aktuell auch nicht leichtfällt. Außerdem sind 305 km eine klasse Leistung finden wir!

Pressemitteilung: 20210210 PM Jakob Lauf Lockdown-Challenge

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Raubkatzenasyl trauert um Karakaldame

Ansbach – Karakalweibchen Kalaharia starb unerwartet an den Folgen einer Leberentzündung.

Kalaharia lebte seit März 2014 im Raubtier- und Exotenasyl e.V.. Der Karakal – auch Wüstenluchs genannt – wurde nach einer Beschlagnahmung an unseren Verein vermittelt. Das Tier wurde erstmal bis zum Ende der Quarantänezeit in der Auffangstation für Reptilien in München untergebracht. Da diese sich jedoch nicht auf Raubkatzen spezialisiert hat, suchte sie eine geeignetere Bleibe. Seitdem lebte die 2011 geborene Karakaldame in Wallersdorf.

Als sie zu uns kam, war sie schon auf einem Auge blind. Auf Grund dessen war sie allem gegenüber sehr misstrauisch und fasste nur schwer Vertrauen.

Kalaharia zeigte Anfang Dezember auffälliges Verhalten: Sie fraß nicht mehr und bewegte sich kaum noch. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt wurde ein Termin für den nächsten Tag vereinbart. Leider verstarb Kalaharia in jener Nacht. Da keine äußeren Einwirkungen festgestellt wurden, die zum Tode geführt haben könnten, wurde sie zur Ermittlung der Todesursache in die Pathologie gebracht. Der Bericht ergab, dass sie schon länger an Magengeschwüren litt und eine bakterielle Leberentzündung hatte. Woran sie letztendlich auch verstarb.

Katzen sind leider sehr gut darin Krankheiten zu verstecken, sodass es selbst für direkte Bezugspersonen oft nicht ersichtlich ist, ob die Katze krank ist oder nur einen schlechten Tag hat.

Wir trauern um den Verlust unserer Kalaharia sehr und werden sie sehr vermissen.

Die illegale Haltung von Kleinkatzen nimmt in den letzten Jahren vermehrt zu. Das merken auch wir. Erst vor einem Jahr haben wir einen Servalkater aus einer Beschlagnahmung bei uns aufgenommen und jüngst ist im Nürnberger Tiergarten ein Karakal untergekommen, welcher auch aus illegaler Wohnungshaltung stammt. Diese Kleinkatzen werden entweder als Prestigeobjekt oder zur Zucht von Hybridkatzen gehalten. In jedem Fall ist es jedoch in Bayern verboten diese wilden Tiere ohne behördliche Genehmigung zu halten, da sie spezielle Haltungsanforderungen und ein viel höheres Gefahrenpotential als eine Hauskatze haben.

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